Energie sparen mit geringinvestiven Maßnahmen

Es müssen nicht immer große Investitionen eingeplant werden, um Energie im Gebäudebereich einzusparen. Mit einem Budget zwischen 50 und 1500 Euro lassen sich spürbare Verbesserungen der Energieeffizienz Ihres Gebäudes erreichen und Energiekosten sparen. Praktische Hinweise dafür gibt die Deutsche Energieagentur (dena) auf ihrer Homepage (www.dena-expertenservice.de/fachinfos/geringinvestive-massnahmen/). Nachfolgend ein Auszug der dort genannten Möglichkeiten:

Abdichten von Fenstern und Türen ist auch in Eigenleistung mit Gummiabdichtungen aus dem Baumarkt möglich.

Rohrleitungen in unbeheizten Bereichen können mit vorgefertigten Dämmschläuchen aus dem Baumarkt oder vom Installationsbetrieb selbst gedämmt  werden. Die Dämmdicke sollte mindestens etwa so groß wie der Rohrdurchmesser sein, besser aber doppelt so stark. Für Pumpen, Armaturen, Ventile und sonstige Einbauten gibt es speziell geformte Dämmschalen. Diese kann Ihnen auch ein Fachbetrieb fachgerecht einbauen.

Thermostate, die auf die Temperatur der Raumluft reagieren sind Standard und sollten dementsprechend auch so eingebaut sein, dass sie ausreichend Kontakt zur Raumluft haben (also keine Verkleidungen etc.) Eine noch bessere Abstimmung der Heizkörper auf das Gesamtsystem und die Wohnraumnutzung bietet der Einsatz programmierbarer Thermostatventile. Beratung und Einbau bietet Ihnen jeder Fachbetrieb.

Heizungsregelung ist von mehreren Faktoren abhängig. Folgende Bestandteile sollten ausgeführt bzw. eingebaut sein:
• Vorlauftemperatur abhängig vom Außentemperaturfühler regeln
• Heizkessel entsprechend Bedarf regeln.
• Pumpenleistung an den Bedarf angepasst regeln
• Pumpen- und Kesselbetrieb mit Nachtabsenkung auf geringeren Wärmebedarf abstimmen
  (nachts kann die Raumtemperatur 4 °C niedriger sein)
• Warmwasserbereitstellung regeln.

Heizungspumpe erneuern, um die Zirkulation im Heizkreis durch die Verwendung moderne "mehrstufiger" Pumpen mit unterschiedlichen Betriebsstufen besser an die benötigte Heizleistung anzupassen. Geregelte Pumpen schalten automatisch rauf und runter, passen dadurch ihre Leistung an und verbrauchen so weniger Strom.
Damit eine Heizungsanlage gut und kostengünstig funktioniert, muss die Pumpe auf die anderen Anlagenteile abgestimmt sein. Ein Fachbetrieb kann verschiedene Aspekte prüfen bzw. durchführen.
Der Stromverbrauch der Heizungspumpe kann sich dadurch um bis zu 80 Prozent senken, so dass sich der Einbau oft bereits nach drei bis vier Jahren bezahlt macht.

Hydraulischer Abgleich ist zur optimalen Abstimmung und Einstellung aller Teile des Heizsystems aufeinander erforderlich. Bei nicht abgeglichenen Systemen werden Heizkörper in entfernten Räumen nicht ausreichend versorgt, während nahegelegene Räume mit Wärme überversorgt werden. Stärkere Pumpen oder höhere Vorlauftemperaturen können diese Symptome lindern – auf Kosten höherer Energieverbräuche oder störender Strömungsgeräusche. Eine effiziente und komfortable Lösung ist die saubere Einstellung des Systems – der hydraulische Abgleich.

Bei Modernisierungsmaßnahmen, die von der KfW-Förderbank mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, muss immer auch ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems durchgeführt werden.