19 Bäume sind erst der Anfang

Neue Streuobstwiese in Bockau
„19 Bäume sind erst der Anfang!“; sagt Revierleiterin Anne Borowski, als sie am Dienstagvormittag zusammen mit ihren fleißigen Helfern
die letzten Handgriffe an der neuen Streuobstwiese erledigt. Die Lehrlinge des Forstbezirkes, zusammen mit dem Waldpädagogen und zwei Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres aus dem Waldschulheim Conradswiese, haben die Wiese am Königsweg in Bockau nicht nur optisch aufgewertet. Für eine Vielzahl an Lebewesen wird dieser Revierteil neue Heimat, Nahrungslieferant und Brutstätte werden. Die gepflanzten Obstbäume sind alte Sorten, wie

der „Rote Gravensteiner Schlieker“; eine Kulturapfelsorte aus dem 17. Jahrhundert oder die „Wangenheimer Frühzwetsche“. Im Frühsommer werden diese Obstbäume die Wiese in ein Blütenmeer tauchen und ein emsiges Brummen und Surren der vielen Insekten wird in der Luft liegen. Auch am Boden wird sich einiges kriechen, denn die junge Revierleiterin hat auch eine Reptilienburg anlegen lassen, in der sich Zauneidechse, Blindschleiche und Co. verstecken können. Nahrung für
die Reptilien gibt es genug, im Frühjahr und Sommer diverse Insekten und im Herbst und Winter die herabgefallenen Früchte der Obstbäume. Für Fledermäuse bietet die Streuobstwiese am Waldrand ebenfalls ideale Jagdgründe. Im Forstbezirk Eibenstock werden viele solcher kleinen Ökosysteme geschaffen, solche Maßnahmen schaffen eine mosaikartige Flächenstruktur mit optisch ansprechenden Akzenten. In den nächsten Jahren sollen noch weitere Bäume folgen und auch eine Informationstafel soll noch angebracht werden. An den frisch gepflanzten Bäumen wurden noch Pfähle zur Stabilität angebracht, sowie eine Hülle um das Stämmchen, welche vor Hasen schützt. Hasen nagen gerne an der Rinde, die ihnen besonders gut schmeckt. Von den Mitarbeitern des Waldschulheims wurden für jeden Baum ein Sortenschild angefertigt und angebracht, damit die Waldbesucher auch wissen welches Obst da gerade so schön blüht.