Schluss mit Blei in den Wäldern

Schon mit Beginn des Jagdjahres 2020/21 war für die aktiven Jäger des Forstbezirk Eibenstock klar- „Es wird sich etwas ändern!“. Durch die Forstbezirksleitung wurde aufgezeigt, dass bald nur noch bleifreie Munition verwendet werden darf. Seit dem 1. Oktober ist es nun im gesamten Verwaltungsjagdbezirk Eibenstock zwingend bleifreie Geschosse zu verwenden. Während zum Beispiel

in Baden-Württemberg die Jagd im gesamten Bundesland nur mit bleifreier Munition erlaubt ist, kann in Sachsen noch mit den Bleigeschossen dem Wild nachgestellt werden. Für den Verzicht auf Bleigeschosse gibt es verschiedene Gründe. Bleirückstände reichern sich in der Nahrungskette immer weiter an. Greifvögel sind dabei besonders gefährdet, wenn sie Reste von erlegten Wildtieren aufnehmen. Ihre Magensäure ist so sauer, dass diese das Blei schnell zersetzt und die Tiere dann unvermeidlich zu Tode kommen. Doch auch für den Menschen kann es zu Gesundheitsschäden kommen. Kleinste Partikel des Metalls können sich beim Aufprall im Wildkörper verteilen und landen dann letztendlich auf dem Teller beim Verzehr von Wildbret. Der Forstbezirk Eibenstock möchte diese Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier vermeiden und hat deshalb die Umstellung auf bleifreie Munition festgelegt. Wildbret ist von Haus aus ein hochwertiges Lebensmittel und frei von Antibiotika oder jeglicher Hormonbehandlung. Das im Forstbezirk Eibenstock erlegte Wildbret ist nun auch unbelastet in Hinblick auf Bleirückstände.

Seit 1. Oktober dürfen nur noch bleifrei Geschosse im Forstbezirk Eibenstock verwendet werden. (Foto: M. Pfalz)